Großes Chorkonzert mit As-Dur Messe von Franz Schubert und Nenie von Hermann Götz

Mit La Cappella vom Liederkranz Zellhausen und dem Singkreis Leidersbach hatten sich zwei Chöre von Ralf Emge zu einem eindrucksvollen Chorkonzert in St. Marien zusammengefunden. Neben der groß besetzten Kammerphilharmonie Mannheim waren mit Marietta Zumbült, Marie-Luise Reinhard, Thoma Jaron-Wutz und Michael Albert vier hochkarätige Solisten verpflichtet worden. Ein Projekt, was in diesem Rahmen nur mit Unterstützung durch IMPULS vom BMCO im Rahmen des Projekts Neustart Kultur möglich war.

In einem Einführungsvortrag erläuterte Prof. Dr. Hans Jaskulsky die Werke die Konzertes in Ihrem zeitliche Kontext mit Bezug auf zeitliche und kulturelle Zeitenwende im 19ten Jahrhundert. Die durchaus revolutionäre Harmonik von Franz Schubert in seiner großen As-Dur Messe - ein Werk welches der junge Komponist über mehrere Jahre reifen lies – wurde vom großen gemischten Chor und dem Orchester bravourös gemeistert. Die für Schubert üblichen Kürzungen des lateinischen Textes im Credo vielen nicht auf auch wenn die Solisten wie der Chor sehr transparent deklamierten und gemeinsam mit fein abgestufter Dynamik die Kontraste der Komposition im Sanctus, Benedictus und besonders Credo präsentierten. Die nicht so oft zu hörende erste Schubertsche Fassung der großen Fuge gelang dem Chor vorzüglich.

Mit der Nenie von Hermann Götz was das zweite Werk des Abends deutlich unbekannter und laut Jaskulsky musiziert hier der Chor wie in der griechischen Tragödie mit dem nicht einfachen Schillerschen Text, welcher dreimaligen Bezug auf die Antike nimmt und den Zuhörer mahnt: „Auch das schöne muss sterben“. Die musikalische Umsetzung gelang den Beteiligten, die rezitativen Passagen meisterten Sängerinnen und Sänger brillant und die doch versöhnlicheren Klänge am Ende des Werkes versöhnten das Publikum mit hochromantischer Musik.

Das war ein Konzert, welches im Programmauswahl, Besetzung und Ausführung ein deutliches Signal für die Wiederbelebung der Kultur durch Kooperation der Chöre und breite Unterstützung seitens BMCO bewiesen hat.




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